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Umweltgefahr Sonnencreme – die Schattenseite des Sonnenschutz

Sonnenschutz: Umweltgefahr durch chemische Sonnencremes

Sonne, Strand und Meer, das sind die Komponenten, aus denen für die meisten Menschen der perfekte Urlaub besteht.

Mit bis zu 11 Sonnenstunden am Tag und angenehmen Temperaturen zwischen 19 und 29 °C in den Sommermonaten, ist Teneriffa ein Paradies für Sonnenanbeter.

Damit auch Freunde und Bekannte zu Hause auf den ersten Blick erkennen, dass ein erholsamer Urlaub in einer der schönsten Gegenden Europas hinter ihnen liegt, genießen viele Teneriffa-Urlauber täglich ausgedehnte Sonnenbäder.

Gebräunte Haut gilt als attraktiv und als Zeichen von Gesundheit und Jugendlichkeit. Trotzdem ist den meisten Urlaubern heute durchaus bewusst, dass gerade ausgedehnte Sonnenbäder auch negative Folgen haben können. Ein Sonnenbrand ist nicht nur unangenehm, er ist auch das äußere Anzeichen für eine Schädigung der Haut durch starke, anhaltende UV-Strahlung.

Sonnencremes schützen zuverlässig

Gerade die empfindliche Haut von Kindern sollte deshalb unbedingt vor den schädigenden Bestandteilen des Sonnenlichts geschützt werden. Auch für Erwachsene gilt: gesunde Bräune gerne, aber bitte ohne Schädigung der Haut.

Moderne Sonnencremes bieten hier zuverlässigen Schutz für jeden Hauttyp. Sie erlauben auch ausgedehnte Sonnenbäder und verhindern dabei zuverlässig und zum Teil für Stunden, das Eindringen der UV-Strahlung in tiefere Hautschichten. Das Ergebnis ist eine attraktive Bräune, ohne schmerzhaften Sonnenbrand und ohne erhöhtes Risiko für die Gesundheit.

Moderne Sonnencremes nutzen zu diesem Zweck überwiegend chemische Inhaltsstoffe, sogenannte chemische UV-Filter. Diese dringen in die äußeren Hautschichten ein und wandeln hier UV-Strahlen in Wärme um. Von der einfachen Sonnenschutzlotion bis hin zum Sunblocker bietet der Handel eine große Auswahl an unterschiedlichen Produkten, für Erwachsene und speziell für Kinder.

Chemische Inhaltsstoffe belasten die Umwelt

Viele dieser Sonnencremes nutzen als chemischen Substanzen Octinoxat und Oxybenzon. Als UV-Filter sind diese Wirkstoffe effektiv und schützen zuverlässig. Gelangen sie jedoch in Gewässer, was gerade im Badeurlaub auf Teneriffa kaum zu vermeiden ist, entfalten sie eine sehr bedenkliche Wirkung auf die Umwelt.

Beim Baden im Meer ist es kaum zu vermeiden, dass zumindest Teile der zuvor aufgetragenen Sonnencreme abgespült werden und so ins Wasser gelangen. Hier laufen zum einen chemische Reaktionen ab, in deren Folge weitere Stoffe entstehen, zum anderen werden die Substanzen von Pflanzen und Tieren über deren natürlichen Stoffwechsel aufgenommen.

So bildet sich zum Beispiel Wasserstoffperoxid, das Algen und andere Kleinstlebewesen im Meer schädigen kann. Sind diese Kleinstlebewesen betroffen, trifft dies zwangsläufig früher oder später auch andere Meeresbewohner, denen zum Beispiel Algen als Nahrungsgrundlage dienen.

Andere Inhaltsstoffe, wie das bereits erwähnten Octinoxat und Oxybenzon wirken noch direkter. Sie führen zum Beispiel zur gefürchteten Korallenbleiche und so langfristig zum Absterben der schönen aber empfindlichen Nesseltiere, die auch um Teneriffa den Atlantik besiedeln und hier, wie Taucher wissen, die Grundlage für eine riesige Artenvielfalt an Meereslebewesen liefern.

Nicht weniger gravierend ist die Wirkung hormonaktiver Inhaltsstoffe in Sonnencremes auf den Fischbestand der Meere. Sie werden von diesen mit der Nahrung aufgenommen und wirken im Körper nach dem gleichen Prinzip wie körpereigene Hormone. So kommt es bei männlichen Fischen zum Beispiel zur sogenannten Verweiblichung, der Ausbildung weiblicher Geschlechtsmerkmale. Diese Entwicklung geht so weit, dass männliche Fische damit beginnen, Eier zu produzieren. Langfristig führt eine solche Wirkung nach Meinung von Fachleuten zu einer deutlichen Abnahme der gesunden Fischbestände.

Alternative physikalischer Sonnenschutz

Neben den genannten chemischen Substanzen nutzen einige Sonnencremes alternativ sogenannten physikalischen Sonnenschutz.

Als UV-Filter nutzen Sonnenschutzmittel hier überwiegend mineralische Substanzen wie Zinkoxid oder Titanoxid. Im Gegensatz zu den chemischen Substanzen, wie Octinoxat und Oxybenzon, dringen physikalische UV-Filter nicht in die Haut ein, sondern bilden auf ihrer Oberfläche eine Schutzschicht. Diese Schutzschicht absorbiert die UV-Strahlung im Sonnenlicht oder reflektiert diese. Die Funktionsweise ist eine andere, die Wirkung die gleiche.

Hierbei werden Nanopartikel genutzt, weil sie eine besonders geringe Schichtdicke ermöglichen. Wo physikalische Sonnenschutzcremes früher deutlich durch einen dauerhaft sichtbaren weißen Film auf der Haut zu erkennen waren, ermöglichen Nanopartikel heute einen so dünnen Auftrag, dass diese Begleiterscheinung nicht zum Tragen kommt.

Nanopartikel – zumindest fragwürdig

Nanopartikel oder Nanoteilchen sind Atome oder Moleküle mit einer Größe von weniger als 100 Nanometern.

Zum Vergleich: ein menschliches Haar hat einen Durchmesser von etwa 80.000 Nanometern.

Insbesondere Sonnenschutzmittel mit physikalischem Sonnenschutz nutzen heute vermehrt Nanopartikel, um im Auftrag und im Gefühl für den Anwender mit chemischen Substanzen mithalten zu können.

Diese Nanopartikel sind jedoch nicht unumstritten. So sind sich Wissenschaftler nicht vollständig einig, ob es kleinsten Teilchen gelingen kann, die natürliche Hautbarriere zu überwinden und so über die Haut in den Körper einzudringen. Auch bestehen bisher keine abschließenden Erkenntnisse darüber, ob und in welcher Weise so eingedrungene Nanopartikel der Gesundheit schaden könnten.

Der Umwelt zuliebe: mineralisch aber nanofrei

Immer mehr gerade touristisch attraktive Regionen erkennen den Schaden, der durch eine steigende Belastung mit chemischen Substanzen aus Sonnenschutzmitteln für die Umwelt entstehen kann und entschließen sich zu handeln. Nach der mexikanischen Halbinsel Yukatán hat in diesem Jahr auch Hawaii ein Gesetz zum Verbot von Sonnencremes mit dem umweltschädlichen Inhaltsstoff Oxybenzon verabschiedet. Dass weitere Urlaubsregionen folgen werden, ist mehr als wahrscheinlich, nachdem Untersuchungen die schweren Folgen für die Meere und ihre Bewohner gezeigt haben.

Mineralische Sonnencremes sind eine nicht weniger zuverlässige und komfortable Alternative. Als biologisch abbaubare Substanzen, sind sie für die Meeresbewohner unbedenklich und schützen trotzdem zuverlässig vor schädlicher UV-Strahlung.

Auch wenn Nanopartikel das Auftragen einer Sonnencreme erleichtern können, sollten Sie im eigenen Interesse und im Interesse der Umwelt auf sie verzichten und bei der Auswahl eines Produktes ausdrücklich auf den Hinweis „nanofrei“ oder ähnliche Bezeichnungen achten.

Mit dem richtigen Sonnenschutz können Sie reinen Gewissens, ohne Sorgen um die Umwelt und die eigene Gesundheit, die Sonne über Teneriffa, am Strand und beim Wandern im Teide Nationalpark bei jedem Klima in vollen Zügen genießen und sich noch lange nach der Heimreise an einer gesunden Bräune erfreuen.
Mehr zu Sonnenschutz und UV-Strahlung in deinem Teneriffaurlaub findest du hier...

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