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"Gregor" - das größte Sonnenteleskop Europas auf dem Teide

Der TeideAm 21. Mai wurde das größte Sonnenteleskop Europas „Gregor“ auf dem Pico del Teide auf Teneriffa eingeweiht. Hinter den Wissenschaftlern und Forschern verschiedenster Einrichtungen, unter Führung des deutschen Kiepenheuer-Instituts in Freiburg, liegen fast 30 Jahre Entwicklung.

„Gregor“ ist in dem Fall keine Abkürzung, sondern soll mit seinem Namen den schottischen Astronom James Gregory (1638 bis 1675) ein Denkmal setzen, der einst ein Spiegelteleskop entworfen hatte und nach dessen Vorbild auch "Gregor" gebaut wurde. Das weltweit drittgrößte Teleskop verfügt über einen Spiegel mit einem Durchmesser von etwa 1,50 Metern und ersetzt das Gregory-Coudé-Teleskop, das nach über 40 Jahren in Rente geht. Es steht auf einem beweglichen Dach, welches bei Bedarf geöffnet werden kann und somit eine stetige Luftzirkulation gewährleistet, die wiederum dafür sorgt, dass es weder bei Gestell noch Spiegel zu Überhitzung kommen kann.

Die Hauptaufgabe von „Gregor“ wird es sein, Bilder von der Sonne zu liefern. Das Faszinierende daran ist die Tatsache, dass das Sonnenteleskop so entwickelt wurde, dass selbst stärkste atmosphärische Störungen dem Gerät nichts anhaben können und „Gregor“ so Bilder von bisher nie dagewesener Qualität machen kann. Das nennt der Wissenschaftler adaptive Optik. Dabei wird sich eines Spiegels bedient, der mittels mehrerer Stempel, sogenannter Aktuatoren, die durch die atmosphärische Unruhe verzerrten Lichtwellenfronten stabilisiert und ein quasi überarbeitetes Bild an den Hauptspiegel schickt. Der Laie kann sich das ungefähr so vorstellen, als würde man versuchen, das Flimmern der Luft über erhitztem Asphalt mechanisch abzumildern. Ebenfalls interessant zu wissen ist, dass man „Gregor“ auch nachts nutzen kann, wenn doch eigentlich gar keine Sonne scheint, die es zu erforschen gilt. Wenn die Sonne nicht sichtbar ist, kann das Fernrohr andere Sterne unserer Galaxie beobachten; man hofft, „Sonnen-Zwillinge“ zu entdecken. Eine wichtige Rolle spiele auch die Entwicklung der Sonne, denn wenn man weiß, in welche Richtung sich die Sonne entwickelt, kann man daraus Rückschlüsse auf die Zukunft der Erde ziehen, z. B. beim Thema Klimaveränderung.

Bleibt abzuwarten, welche Informationen „Gregor“ uns wirklich bringt, doch der Freiburger Wissenschaftler und Projektleiter Reiner Volkmer sagte: „Die Sonne ist der Prototyp aller Sterne. Wenn wir die Sonne verstehen, verstehen wir auch andere Sterne.“ Und das ist doch irgendwie eine interessante Vorstellung.

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